Wappen von SteinhudeSteinhude

wird erstmals urkundlich am Ende des 13. Jahrhunderts erwähnt - damals noch "Stenhuthe" genannt. Im 30jährigen Krieg wird das Fischerdorf 1641 fast gänzlich zerstört. Langsam wuchs die kleine Gemeinde wieder heran. Im 18. Jahrhundert entstand die wahrscheinlich erste Schokoladenfabrik hier. Mit der Leineweberei kam ein weiterer Wirtschaftszweig dazu. Noch heute wird hier im kleinem Rahmen Tischwäsche gewebt. Erst im 20. Jahrhundert wird aus dem beschaulichen Fischerdorf ein  Ort , der den Fremdenverkehr anzieht.

Zahlreiche Veranstaltungen locken viele Besucher an: Jedes Jahr am 1. Wochenende im Mai findet der Fischerkreidag statt. Ein buntes Straßenfest, bei dem neben Livemusic, Handwerkskunst,  Torfkahnregatta auch der Brassenschlag stattfindet. Hierbei können "Inhucker", also Leute die nicht in Steinhude geboren wurden, aber schon an die 20 Jahre hier leben, von Neptun durch den Schlag mit einer Brasse (eine Fischart, die im Steinhuder Meer vorkommt) zu echten Steinhudern werden, also zum "Steinhuder Brassen", wie man die Einheimischen hier auch nennt. Ein recht heiteres Spektakel!

Das größte Highlight am Steinhuder Meer ist aber das Festliche Wochenende oder  auch "Meer in Flammen", meist das vorletzte Augustwochenende. Musikgruppen und viele Stände in den Straßen, so wie eine  Papierbootregatta  sorgen für ein reichhaltiges Programm für jeden. Am Samstag dann der Höhepunkt: Ca. 2000 festlich illuminierte Boote bieten vom Ufer her eine phantastische Kulisse für die vielen Gäste. Um 22.00 Uhr wird das Höhenfeuerwerk von einem schwimmenden Ponton gestartet. Dazu begleitende Musik. Eine besondere Attraktion ist es, wenn man sich mit einem Auswanderer hinaus fahren läßt und dieses Schauspiel vom Wasser aus betrachtet.  Ein unvergessliches Erlebnis!

  

Ein weiteres großartiges Ereignis hat uns schon das Wetter im jungen Jahr 2009 gebracht:

 

Das Eisfest

Das eisige Wetter sorgte für eine geschlossene Eisdecke auf dem Steinhuder Meer und so konnte ein Comback des letzten Eisfestes 1997 gestartet werden. Strahlender Sonnenschein bescherte den Steinhudern eine ungeahnte Besuchermenge. Man spricht von ca. 50 000 am Samstag und sogar ca. 80 000 am Sonntag! Viele machten sich auf den 2,7 Kilometer langen Weg mit Schlittschuhen, Schlitten oder einfach zu Fuß zu der sonst nur im Boot erreichbaren Insel Wilhelmstein. Leider konnte man dort nicht in die Gastwirtschaft einkehren weil die Kanalisation jetzt im Winter Probleme gemacht hätte und der Einkauf für eine solche Menschenmenge nicht möglich gewesen wäre, teilte der Verwalter der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung mit. Es wird sonst alles mit dem Boot zur Insel transortiert. Dafür gab es aber nach der Rückkehr in Steinhude reichlich. Viele Angebote von Bier- und Glühweinständen, heißen Kakao, Bratwurst- und Fischbuden und vieles mehr konnte man dort ausgiebig nutzen. Der Radiosender FFN und Hit Radio Antenne sorgten ebenfalls für beste Unterhaltung. Es herrschte prächtige Stimmung.

Dies alles entschädigte die vielen Besucher, die durch den Massenandrang bei An- und Abreise  lange  Staus in Kauf nehmen mussten. Es gab kein Durchkommen,  selbst auf Feld- und Waldwegen standen die PKWs. Zu bemitleiden waren die Fahrer des Rettungsdienstes, die einige Male mit Verletzten zum Krankenhaus  nach Neustadt fahren und sich durch die Autoschlangen kämpfen mussten. Zum Glück gab es wohl keine Schwerverletzen, sondern hauptsächlich Knochenbrüche, Gehirnerschütterungen und Platzwunden, wie vermeldet wurde.

Also, Alles in Allem ein schönes Wochenende - wer weiß, wann uns wieder so ein Winter in unserer Gegend hier beschert wird!

 

            

 

 

 

 Hier drei Seiten mit vielen Informationen über diese Urlaubsregion, Tourismus,

Unterkünfte und Freizeitangebote:

http://www.steinhuder-meer.de/  und http://www.steinhude-am-meer.de/

http://www.naturpark-steinhuder-meer.de

 

         

 

 

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